Herausforderung Mount Everest

Everest_2Träume, Hoffnungen und Ängste in eisiger Höhe

Herausforderung Mount Everest

Vortrag von Mike Kraft vor OT 107 Celle

Die Sherpas nennnen ihn Sagarmatha, Stirn des Himmels. Alljährlich errichten sie an seinem Fuße einen steinernen Altar und halten eine Puja, eine Zeremonie, wobei sie die Götter um Gnade und Besonnenheit bitten. Erst dann beginnen sie mit dem Aufstieg. Die Gäste aus dem Westen werden vom lokalen Dalai Lama empfangen, der jedem in einer privaten Gebetsstunde seinen Segen ausspricht. Es ist März und der jährliche Ansturm auf den Mount Everest beginnt. Yaks und Porters transportieren über Wochen hinweg Verpflegung und Ausrüstung ins 5500m hoch gelegene Basislager am Ende des Khumbu-Tales im östlichen Nepal. Nach einem 10-12 tägigen Fußmarsch kommen dort Anfang April auch die Gipfelaspiranten aus aller Welt an, etwas atemlos, da ihnen dort nur noch 50% des Sauerstoffes zum Atmen zur Verfügung steht. Fast 2 Monate wird dies das neue Zuhause sein, ein zwei monatiger Kampf mit Kälte, Krankheiten und körperlicher Erschöpfung, um schließlich zu den wenigen Privilegierten zu gehören, die, für einen nur sehr kurzen Moment, auf dem höchsten Punkt der Erde stehen. Die Statistik der letzen 20 Jahre verspricht jedoch nichts Gutes. Nur 20% werden den Gipfel tatsächlich erreichen. 3-5% werden dabei sterben. 80% der Todesfälle finden in der sogenannten Todeszone oberhalb 8000m statt und fast alle geschehen nach der Gipfelbesteigung auf dem Weg nach unten. Todesursache: körperliche Erschöpfung. Für diejenigen, welche der Todeszone entkommen, Vortrag zum Everest lesen