Travelbingo – Report vom niederländischen AGM [Martin Nowak]

AGM NL 15.-17. Juni 2018

Smoking und Flipflops – geht das? – Galaabend und ein (1) Dixie-Klo – geht das? – Galaabend am städtischen Sandstrand im Partyzelt mit Stehplätzen – geht das? – improvisierter Banner-Exchange nach Beginn des Galaabends – geht das? – eine ohrenbetäubende afrikanische Trommlergruppe als Programmpunkt – geht das? – ein Welcome im Privatgarten – geht das? – gute AGM-Stimmung mit überall diskretem süßlichem Duft – geht das?

Alle diese Fragen lassen sich mit einem eindeutigen „ja“ beantworten, wenn es ums niederländische AGM 2018 geht.

Als Gewinner des Travelbingo durften wir diesmal das Club 41 AGM in den Niederlanden besuchen. Nachdem Anmeldung und Hotelreservierung glatt über die Bühne gegangen war, wurde uns schon bald angeboten, uns am Flughafen oder Bahnhof abzuholen.
Die persönliche Begrüßung durch den NL-IRO Roy klappte zwar perfekt, allerdings wurden unsere Freunde selbst von dem Baustellen- und Verkehrschaos am Flughafen überrascht, sodass wir eine Stunde im strahlenden Sonnenschein am Busparkplatz (genutzt für erste Gespräche mit Simon, dem schweizer IRO und dem in Wartestellung  befindlichen englischen IRO ) verbrachten, bis endlich Almere angesteuert wurde. Immerhin waren vorgekühlte Getränke einschließlich des Lieblingsgetränks wohl aller Tabler für den Transfer vorbereitet.

So gestaltete sich auch weiterhin das ganze AGM: familiär, spontan, relaxt und dennoch allzeit fröhlich. Wie immer wäre man ohne AGM sicherlich niemals auf die Idee gekommen, nach Almere zu reisen. Uns wurde eine moderne und stetig wachsende Stadt, die erst vor 40 Jahren auf trockengelegtem Meeresgrund entstanden ist, präsentiert.

Also eine Stadt mit viel Seen, Grachten und Flüssen. Demgemäß wurden am Samstag fast alle Wege per 50-Personen-Boot zurückgelegt, was bei der Teilnehmerzahl gut gelang – immerhin waren 12 Nationen vertreten! Zur Delegiertenversammlung, die rasch und pünktlich abgewickelt wurde, ging es schon frühmorgens mit dem Boot los, am Nachmittag blieb nach weiterer Bootsfahrt ausreichend Zeit für eine Besichtigung der geplanten Gartenschau und eine kleine Radrunde für alle. Nach Besichtigung einer Schafzucht auf halber Strecke war der akut aufgetretene Durst so groß, dass die nächste Gartenkneipe zwecks Biernachschub spontan aufgesucht werden musste.

Der Galaabend war für deutsche Verhältnisse absolut  unvorstellbar (s.o.), aber dadurch einprägsam und einmalig: So gab es u.a. diverse Schuhmode zu bewundern. Ganz offensichtlich beinhaltete der dress code nicht automatisch einen „shoe code“, wodurch die ganze Gruppe recht bunt erschien. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass ein Dixie-Klo für die Festgesellschaft nicht ausreicht, wurde kurzfristig ein zweites besorgt und aufgestellt. Die außergewöhnliche Location bescherte uns zu später Stunde einen herrlichen Sonnenuntergang.

Auch der Welcomeabend war eine ansprechende Besonderheit: in einem Privatgarten mit mobiler Bierbar, der Grillweltmeister verwöhnte uns mit Köstlichkeiten und gemäß dem AGM-Motto „Sax in the City“ [Bild 3,4,5,6] jazzte uns ein Saxophon um die Ohren.

Nach einem Farewell mit alten und neu gewonnenen Freunden wurden wir wieder pünktlich zum Flughafen gebracht: Allerbesten Dank für das Wochenende an die holländischen Tabler, die in den nächsten Jahren mit zu erwartendem, deutlichen Mitgliederzuwachs positiv nach vorne blicken und dabei hoffentlich ihre Unkompliziertheit bewahren.

Martin Nowak, OT 101 Schwäbisch Hall